Ladestationen


Die Smartphone-Apps der Anbieter

Es ist nicht einfach, einen Überblick über alle Anbieter von Ladestrom für Elektrofahrzeuge zu geben. Der normale Fahrer wird sich mit den Apps der Anbieter mit den häufigsten Ladestationen begnügen müssen. Es ist allerdings in vielen Fällen möglich, an der Ladestation allenfalls zunächst die App des Ladeanbieters herunterzuladen, sich zu registrieren und die Zahlmöglichkeit einzugeben. Dazu ist die Kreditkarte unerlässlich. Für Ladestationen, die man häufig anfährt, empfiehlt sich auf jeden Fall die Anschaffung der RFID-Karte des Anbieters, die in der Regel eine Grundgebühr kostet. Die Z.E.Pass Karte von Renault ist zwar mit vielen Anbietern verknüpft, es können dann allerdings "Roaming-Gebühren" anfallen, die nicht unerheblich sind. Am sichersten ist deshalb das Tanken mit einer Mitgliedkarte des angefahrenen Anbieters. Einige Apps sind inzwischen auch eine eigentliche Ladedokumentation, die viel Wissenswertes bietet.

Hervorgehoben werden darf hier die App des TCS. die sehr instruktiv ist und zu den Ladestellen vieler Anbieter hinführt. Zur Ladeinfrastruktur generell und die Anbieter

Informationen zu den Ladestationen der grössten Anbieter:


Übersetzte Tarife an den Ladesäulen?

Der Kassensturz hat am 26.2.2019 über die unterschiedlichen Tarife an den Ladesäulen für Elektromobile berichtet. Wie bei den Auslandstarifen beim Telefonieren gibt es offenbar unverständlich hohe "Roaming-Gebühren". Diese entstehen, wenn man mit einer "fremden" RFID-Karte bei einem anderen Anbieter andockt. Da kann dann das Laden von 8 kWh Strom mehr kosten als das Äquivalent in Benzin/Diesel für einen Verbrenner (siehe Beispiel im Film)

Der Film greift ein brennendes Thema auf. Das Dilemma besteht u.a. wohl darin, dass die Ladesäulen-Infrastruktur teuer und eine schnelle Amortisation nicht denkbar ist. Wenn solche Säulen im Tag 1 - 2 Mal angefahren werden oder manchmal noch weniger, resultieren Tagesumsätze von vielleicht rund Fr. 20.--, was eine Amortisation in vernünftiger Frist schlechterdings verunmöglicht. Kommt dazu, dass gewisse Anbieter wie Gemeinden oder EW's den Strom aus speziellen Gründen gratis anbieten und die E-Fahrer kostendeckende Tarife dann zu hoch finden.

Wichtig scheint uns vom ZOE-Club, dass

 

  1. Die Preise sollten an der Ladesäule und in den entsprechenden Apps klar und verständlich bekanntgegeben werden.
  2. Auf «Roaming-Zuschläge» sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.
  3. Es sollte möglichst auf einheitliche Praxis in der Schweiz hingearbeitet werden.
  4. Bund und Kantone sollten mit Empfehlungen an die Betreiber der Ladesäulen an Autobahn-Raststätten und -plätzen auf eine einheitliche und transparente Praxis hinarbeiten, notfalls auch mit Auflagen in den entsprechenden Betreiber-Verträgen.

 Wir bitten Sie, uns über Ihre Erfahrungen zu berichten. Idealerweise benützen Sie dazu unser Forum auf der Webseite, um gleich alle ZOE-Fahrer zu erreichen.

 


Das ABC des Elektroauto-Ladens

Was ist AC-Laden oder DC-Laden? Welche Stecker sind nötig? Wie lange dauert das Laden?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich dem Besitzer eines Elektromobils. Hier finden Sie eine einfache Darstellung, die Ihnen das alles erklärt.


Ladestation für Mieter?

Viele Elektromobilbesitzer sind Mieter oder Stockwerkeigentümer und dürfen in ihren Garagen nicht einfach eine Ladestation einbauen. Da braucht es das Einverständnis des Vermieters oder die Zustimmung der Eigentümerversammlung beim Stockwerkeigentum. 

Wenn man mit einem solchen Begehren beim Vermieter Erfolg haben will, tritt man am besten gleich mit einem technischen Dossier an, worin die geplanten Installationen beschrieben werden. Primär geht es wohl vorerst um die benötigte Ladekapazität. Ein Haushaltanschluss mit 230 Volt Spannung und 10 Ampère Stromstärke genügt in der Regel nicht. Es muss also schon bei der Zuleitung verstärkt werden.

Alles was zu diesem Thema wichtig ist, kann man auf 2 Merkblättern von Swiss eMobility erfahren.

Die Merkblätter können Sie hier herunterladen:


Z.E. Pass mit differenzierter Tarifstruktur

Die Firma Bosch Software Innovations teilt den ZOE-Besitzern mit, dass der Z.E. Pass zum 24.4.2018 eine neue Tarifstruktur erhalten hat. Es gibt an den Ladestationen zukünftig unterschiedliche Preise, je nach Leistung. Die Servicegebühr wird von 0.50 Euro auf 0.20 Euro reduziert.Gleichzeitig werden die Nutzungsbedingungen für den Z.E. Pass geändert. Wer nicht einverstanden ist, wird gekündigt und der Account gelöscht. Hier weitere Informationen.

Offenbar sind diese Tarifänderungen ein aktuelles Vorgehen verschiedener Ladestationen-Anbieter. So reduziert z.B. MOVE Mobility AG die Preise für das Jahresabonnement von CHF 79 auf CHF 59. Das Preismodell wird auf 1.6.2018 auf einen zeitbasierten Tarif umgestellt. Das Preismodell zielt darauf ab, die Benutzer dazu zu bewegen, den Ladeplatz nach dem Ladevorgang rasch zu räumen. Sehen Sie hier den Brief von MOVE.


Ladestation finden

Ein aktuelles Verzeichnis von Ladestationen in Europa findet sich unter LEMnet.org


 Das Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge wächst schnell. Aktuell sind in der Schweiz bereits 1000 dieser Stromtankstellen installiert. Als Ergebnis der länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen LEMnet und dem Verband e’mobile sind sie in der ersten nationalen Datenbank der Schweiz erfasst. Ein Projekt, das EnergieSchweiz unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter www.e-mobile.ch.


 Hochleistungsschnellader für eAutos

Autobahnraststätten, Restaurants, Hotels und Einkaufszentren, die sich unmittelbar an einer Autobahnausfahrt befinden, rege befahrene Industriezonen oder Betriebsgelände von Energieversorgern eignen sich für die Einrichtung von Hochleistungsschnellladern für eAutos. Die Firma GOFAST übernimmt die Investitionen, Bauarbeiten und Betrieb, sowie das Betriebsrisiko. siehe www.gofastcharge.com/


Ladestrom- und Stecker-Arten für Elektroautos

Einen instruktiven Artikel über Stecker, Ladestrom und Reichweite findet man in Auto,Motor und Sport


Lademöglichkeiten und Ladezeit beim ZOE.

Für individuelle Berechnung hier klicken


Aus der Webseite von The Mobility House:

 

Technisches Grundwissen zu Elektromobilen

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Ladeleistung (ein- oder dreiphasig)

Für die Berechnung der Ladeleistung benötigen Sie die Anzahl der Phasen, die Spannung und Stromstärke Ihres Stromanschlusses für die Ladestation. Bei einem dreiphasigen Anschluss spielt auch noch die Art, wie die Ladestation an das Netz angeschlossen ist, eine Rolle. Je nachdem, ob in Stern- oder Dreieckschaltung, liegt die Spannung bei 230 V oder 400 V. Haben Sie diese Informationen, können Sie die Werte ganz einfach in folgende Formeln einsetzen:

Ladeleistung (Einphasenwechselstrom):

Ladeleistung (3,7 kW) = Phasen (1) * Spannung (230 V) * Stromstärke (16 A)

Ladeleistung (Drehstrom, Dreiphasenwechselstrom), Sternschaltung:

Ladeleistung (22 kW) = Phasen (3) * Spannung (230 V) * Stromstärke (32 A)

Alternativ: Ladeleistung (Drehstrom, Dreiphasenwechselstrom), Dreieckschaltung:

Ladeleistung (22 kW) = Wurzel (3) * Spannung (400 V) * Stromstärke (32 A)

Beispiel: Möchten Sie eine Ladeleistung von 22 kW erreichen, muss Ihre Elektroinstallation auf dreiphasiges Laden mit einer Stromstärke von 32 A ausgelegt sein.

 

Ladezeit

Die Ladezeit berechnen Sie ganz einfach, indem Sie die Batteriekapazität durch die Ladeleistung Ihres Elektroautos teilen. Beim Tesla sind es 85 kWh durch 22 kW ergibt 3,9 h. Die Ladeleistung ist während des Ladevorgangs jedoch nicht konstant, sondern kann abhängig vom Zustand der Batterie limitiert sein. Aus diesem Grund addieren wir in unseren Berechnungen mindestens eine halbe Stunde hinzu.

Ladezeit (4 h) = Batteriekapazität (85 kWh) / Ladeleistung (22 kW)

 

Reichweite

Für die Berechnung der Reichweite teilen Sie einfach die Batteriekapazität durch den Energieverbrauch und multiplizieren das Ganze mit 100. Bitte beachten Sie, dass es sich hier nur um errechnete Werte handelt. Die reale Reichweite hängt u. a. von der Fahrweise und der Nutzung von elektrischen Verbrauchern, wie der Heizung ab. Außerdem steht zum Schutz der Batterie häufig nicht die gesamte Kapazität zur Verfügung.

Reichweite (469 km) = Batteriekapazität (85 kWh) / Energieverbrauch (18,1 kWh / 100km) * 100

 

 

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